Leipzigs B-Elf verliert gegen Mamelodi Sundowns
In einem Testspiel, das sicher nicht in die Geschichtsbücher eingehen wird, unterlag die B-Elf von RB Leipzig den Mamelodi Sundowns, den aktuellen Champions aus Afrika. Die Begegnung fand in einer der vielen sportlichen Nebensaison-Events statt, die dazu dienen, die Form der Spieler zu überprüfen – oder sie einfach nur mal wieder auf den Platz zu bringen.
Leipzigs Trainer, der in der letzten Saison noch als Überflieger galt, stellte eine durchmischte Aufstellung auf – eine Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern, die im Ligabetrieb nicht mehr ganz so oft zum Zug kommen. Man könnte meinen, so ein strategischer Ansatz sei ein cleverer Schachzug. Aber diejenigen, die das Geschehen auf dem Platz beobachteten, mussten feststellen, dass die Lektion der Sundowns als Afrikameister wohl etwas deutlicher ausfiel, als ursprünglich geplant.
Die Südafrikaner zeigten von Beginn an, dass sie in dieser Begegnung das Sagen hatten. Mit einer offensiven Spielweise drängten sie die Leipziger in die Defensive, als wäre es ein Spiel gegen eine unterklassige Mannschaft. „Kleinere“ Fehler, die selbst in Freundschaftsspielen oft nicht abgestraft werden, wurden hier gnadenlos genutzt. Die Treffer, die die Sundowns erzielten, waren nicht nur zahlreich, sondern zeichneten sich auch durch eine bemerkenswerte Kaltschnäuzigkeit aus, die im europäischen Fußball oft vermisst wird.
Die Leipziger, die jahrzehntelang auf das Unterfangen setzten, eine durchgängig junge und hungrige Mannschaft zu formen, scheinen sich gerade in solchen Momenten mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass Erfahrung nicht nur ein Wort ist, das man in irgendwelchen Ansprachen verwenden kann. Die durchwachsene Leistung der B-Elf zeigt, dass es selbst mit talentierten Spielern nicht ausreicht, um gegen einen erfahrenen Gegner zu bestehen, der weiß, wo das Tor steht.
Die Reaktionen nach dem Spiel waren erwartungsgemäß gemischt. Einige Menschen, die im Fußballgeschäft tätig sind, betonten zwar, dass Testspiele nicht überbewertet werden sollten. Gleichzeitig war jedoch der Tenor, dass Leipzig in der Vorbereitung noch einiges zu lernen hat. Das wird in der kommenden Saison entscheidend sein, wenn die B-Elf vielleicht die eine oder andere Gelegenheit erhält, sich zu beweisen. Aber ob diese Gelegenheiten die Form eines Leistungsvergleichs oder doch eher die eines weiteren Schaulaufes haben, bleibt abzuwarten.
In den nächsten Wochen wird man mit Spannung beobachten, wie sich Leipzig auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet. Vielleicht ist es gerade diese Niederlage, die als Weckruf fungiert und die Verantwortlichen an den Tisch ruft, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn die Zukunft der Mannschaft wird nicht nur von den Ergebnissen abhängen, sondern auch von der Fähigkeit, aus solchen Pleiten zu lernen und sich weiterzuentwickeln.