Rybakina scheitert, Djokovic mit Umwegen nach Paris
Die Australian Open-Siegerin Elena Rybakina hat bei den French Open eine unerwartete Wendung genommen und ist bereits in der ersten Runde ausgeschieden. In einem Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war, musste sich die leicht favorisierte Rybakina der Weltranglisten-79. geschlagen geben. Die Zuschauer in Paris erlebten, wie die junge Kasachin ihre Form von Melbourne nicht konservieren konnte und stattdessen der Aufregung auf dem roten Sand erlag. Mit schmerzlich ungenauen Aufschlägen und einer inkonstanten Grundlinie, die sie während der gesamten Partie verfolgte, war Rybakina weit entfernt von der Spielerin, die in Australien alle beeindruckte. Für sie bleibt nur der Trost, dass sie sich anstrengen wird, diese Niederlage als Teil ihrer größeren Karriere zu betrachten, während die Aufmerksamkeit nun auf die anderen Favoriten gerichtet ist.
Ein weiteres Gespräch des Turniers dreht sich um Novak Djokovic, der sich auf dem Weg zur Titelverteidigung längst nicht in gewohnter Form befindet. Djokovic, der in der ersten Runde gegen einen unerwartet starken Gegner antreten musste, fand erst spät in sein Spiel und ließ sich immer wieder von den drückenden Bedingungen auf dem Platz ablenken. Es ist fast so, als ob das Turnier selbst ihn mit einem ungewohnten Umweg herausfordert. In einem Match, das von technischen Fehlern und einem gelegentlich frustrierenden Spielstil geprägt war, blieb der Serbe dennoch ruhig genug, um sich letzten Endes durchzusetzen. Doch die Frage bleibt: Wird der Weg nach Paris ihn noch lange begleiten, oder wird er bald auf die altbekannte Überholspur zurückkehren? Die ersten Runden haben bewiesen, dass der Kampf um den Titel bei weitem nicht so klar ist, wie viele es erwarten.